Kooperation bei Adipositasprogramm
München, September 2010. In Deutschland sind mittlerweile ca. 37 Millionen Erwachsene übergewichtig oder adipös. Experten sprechen von epidemischen Ausmaßen. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, startete das telemedizinische Gesundheitsprogramm „Adipositas“ Ende 2008.
Wesentliche Ansatzpunkte des Programms sind die Steigerung der körperlichen Aktivität und die Veränderung des Ernährungsverhaltens zur Gewichtsreduzierung und Risikominderung für Folgeerkrankungen. Im Rahmen einer Kooperation kommt begleitend eine Telemonitoringlösung der Aipermon GmbH & Co KG aus München zum Einsatz.
Mittlerweile hat sich gezeigt, dass sich das Gesundheitsprogramm sehr gut telemonitorisch ergänzen lässt. Dabei geht das Telemonitoring über die sonst weit verbreitete Nutzung der Waage hinaus und bindet zusätzlich einen Aktivitätssensor ein. Der Nutzer trägt dabei ganztägig den Sensor, der alle Bewegungen mit und ohne Schritte misst und den Kalorienverbrauch errechnet. Das Konzept wurde bereits erfolgreich in mehreren anerkannten Studien zur Gewichtsreduktion und Lebensstiländerung bei Adipositas und Diabetes mellitus Typ 2-Patienten eingesetzt.
Dieser telemonitorische Ansatz ist grundsätzlich unabhängig von der Indikation Adipositas und somit auch im Rahmen eines Präventionsprogramms sinnvoll anwendbar. Weitere Indikationen, bei denen sich eine Erhöhung der körperlichen Aktivität positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt und die Nutzung eines Aktivitätssensors günstig sein kann, sind z. B. Diabetes und Depression.
Erste Erfahrungsberichte der Programmteilnehmer liegen bereits vor und es wurde deutlich, dass der Aktivitätssensor die Teilnehmer zu mehr Bewegung motiviert. Eine detaillierte quantitative Auswertung ist nach einer längeren Laufzeit geplant.
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