Libyen: Assisteur im Großeinsatz - almeda organisiert Transport und Behandlung von libyschen Verletzten
München, Dezember 2011. Im Rahmen des Gesundheitsplans des libyschen Übergangsrats für Verletzte der libyschen Revolution wurde almeda vom Temporary Financing Mechanism (TFM) – quasi das Finanzministerium der Übergangsregierung – mit der Organisation des Transports von Verletzten und der Koordination der medizinischen Versorgung in Deutschland und Österreich beauftragt. Das Hilfskonzept hat almeda gemeinsam mit Munich Health erarbeitet.
Seit Oktober steht nun die Luftbrücke, die almeda gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern etabliert hat. Bis Ende November wurden von den almeda-Ärzteteams vor Ort über 450 Patienten für den Transport vorbereitet. Die Verletzten sind mittlerweile ausgeflogen und in Krankenhäuser aufgenommen worden, wo sie optimal medizinisch versorgt werden können.
Großes Augenmerk wird auch auf die soziale Betreuung unter Berücksichtigung des persönlichen und kulturellen Hintergrundes gelegt. So wird unter anderem auf geeignete Mahlzeiten für Moslems, Gebetsräume, Übersetzer und in Fällen besonderer Bedürftigkeit für die Begleitung von Verwandten gesorgt.
„Wir freuen uns, dass die langjährige Erfahrung der almeda im Bereich des medizinisch begleiteten Krankenrücktransports und im medizinischen Fallmanagement uns eine rasche Reaktion auf die Anfrage des Übergangsrats ermöglicht hat“, so Dr. Stefan Kottmair, Geschäftsführer von almeda. „So leisten wir einen Beitrag dazu, dass die Verletzten möglichst schnell in geeigneten Krankenhäusern behandelt werden.“
Kathrin Staerk, Mitglied eines in Libyen eingesetzten, so genannten Scouting-Teams, fasst ihre intensiven Eindrücke der letzten Wochen zusammen: „Unserer Einsatz vor Ort war durch die absolut beeindruckende Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des TFM geprägt, gerade auch was Organisationsleistung und Menschlichkeit anbelangt. So wurde z. B. darauf geachtet, dass Angehörige von Patienten nach Möglichkeit in der Nähe der Krankenhäuser untergebracht wurden. Und auch wir versuchen, wenn immer möglich, auf die Bedürfnisse der Patienten einzugehen: Zwei schwer brandverletzte Brüder haben wir an unterschiedlichen Orten ausfindig gemacht und bringen sie nun zusammen nach Deutschland, damit sie hier gemeinsam gesund werden können. Seitens der Patienten spürte ich eine unglaubliche Dankbarkeit. Ich erinnere mich an die Mutter eines kleinen Jungen mit Trümmerfraktur – nachdem wir den Rücktransport ihres Kindes unter Dach und Fach hatten, umarmte sie mich und wir verstanden uns auch ohne Worte.“
Die gesamte Ausgabe des Kunden-Newsletters almeda aktuell 4/11 als PDF Download:
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